Ohlendorf

Ohlendorf

Quelle: Hannover Allgemeine Zeitung vom 19.02.2008

1185 wurde Ohlendorf erstmals urkundlich als „Aldenthorpe“ erwähnt. Aus diesen Namen läßt sich schließen, dass Ohlendorf wahrscheinlich wesentlich älter ist. Das Güterverzeichnis des Stifts zu Wunstorf erwähnt „Oldendorpe“ 1370.
Im  Jahr 1285 huldigen 10 Männer aus Ohlendorf dem neuen Landesherren Herzog Julius von Wolfenbüttel. Ohlendorf hatte 1585 drei Meierhöfe, zwei Halbmeierhöfe, zwei Kötner und drei Häuslinge. 1689 besitzen die drei Vollmeierhöfe 93, 95, und 98 Morgen Land. Die Halbmeierhöfe besaßen 41 und 49 Morgen Land.
Im Jahr 1821 hat Ohlendorf 116 Einwohner. Der Hof Wilke im Heifeld/Ecke Bruchweg wurde 1823 in Fachwerkbauweise erbaut. 1853 erhält der Hof Wulkopf am Bruchweg ein Wohnhaus in Fachwerkbauweise. Eine neue Scheune erhält der Hof 1863 und einen neuen Stall 1903. Der Hof ist nachweislich seit dem Dreißigjährigen Krieg in Familienbesitz. Die Gebäude bilden einen klassischen Dreiseitenhof, wie er für Ohlendorf typisch ist.
Am Bruchweg/Ecke Hauptstraße baut die Familie Wilke 1890 ein Altenteilerhaus aus rotem Backstein. Später zieht dort das einzige Gasthaus (Stanze) des Dorfes ein.
Brand- und Sprengbomben beschädigen 1943 einige Häuser und setzen sie in Brand. Ein kleiner Bunker am Bruchweg wird gebaut. Er steht als Zeitzeuge immer noch, ist aber heute fast vollkommen umwachsen.
Das Gasthaus Stanze schließt 1965.
Die Gebietsreform vom 1. März 1974 führt dazu, dass Hiddestorf und Ohlendorf einen gemeinsamen Stadtteil  des Stadt Hemmingen bilden.  Am 3. November eröffnet das Cafe Webstuhl.
2008 hat Ohlendorf 233 Einwohner.

Die Scheune der Familie Lemke in Ohlendorf

Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung