Familie Busse

Die Familie Busse in Hiddestorf

„groeien uit de winst“ ist der Titel eines Buchs, welches die Geschichte der Firma Bosal erzählt.
Es beschreibt die Internationalisierung des bosal Konzerns. Hubert van Onna hat sich in diesem Buch auf den Gründer der Firma bosal Karel Bos geb. 1928 in Alkmaar in Holland konzentriert. Seine Recherchen zeigen auch die Verbindung der Familie Bos zu ihren Wurzeln in Hiddestorf, als sie noch Busse hießen.

 

 

v.l.: Karel Bos geb. 1928 mit José Ignacio Lopez 1996

Die Geschichte der Firma bosal beginnt mit Johann Carl Busse, geboren im Jahr 1794 in Hiddestorf.
Er stirbt November 1865 in Burgerbrug in der Gemeinde Zijpe in Nord-Holland. Carl ist der Sohn von Johann Conrad Busse und Maria Kramer, die beide vor dem Jahr 1829 in Hiddestorf gestorben sind.

Ortsschild Burgerbrug

Im Familienblatt der Gemeinde Zijpe kann man lesen:
Karel Bos, alias Johan Carel Busse; Bosse geb. in Hiddestorf (Hannover) 25.März 1794 als Johann Carl, getauft in Hiddestorf (Hannover), gestorben in Zijpe 23.November 1866; Beruf: Hofschmied, Schmiedknecht, Grobschmied; Sohn von Johann Conrad Busse (gestorben 1811) und Christine Marie Kramer (gestorben 1806) aus Hiddestorf.

Johann Conrad Busse kaufte 1779 die Schmiede in Hiddestorf. Er hatte dort auch ein Büro. Er gründete auch eine Gaststätte. Johann Carl ist erst 12 Jahre, als seine Mutter verstarb und 17 Jahre, als sein Vater starb. Sein Bruder, Johann Christoph (1787) und Johann Christian (1789) übernahmen das Geschäft des Vaters. Er selbst ging als Wanderbursche nach Holland.

In seinem Buch schreibt Hubert van Onna über Hiddestorf:
“Hiddestorf, ein kleines Dorf im Calenberger Land, ist gegenwärtig ein Ortsteil der Stadt Hemmingen .Es liegt 10 km von der Stadt Hannover entfernt. Eine Perle des Deistervorlands mit ca. 1.600 Einwohner, Rübenfeldern, Bauern, einem Schlachter, einem Bäcker und drei Bushaltestellen. Früher gab es vier Gaststätten. Jetzt ist nur noch eine Gaststätte übrig: Landgasthaus Busse.

Über der Tür steht geschrieben: > Friedrich Christoph Busse und Dorthen Lenora Bussen gebohrne Karmans 1830 <

Von 1921 bis 1966 war Frau Auguste Busse die Inhaberin dieser Gaststätte. Man nannte sie auch liebevoll „Bussenmutter“. Berühmt war ihr Brötchen mit Schinken und ihre Spiegeleier, fast zum Selbstkostenpreis.
Im Januar 1977 wurde Frau Auguste Busse von den Sangesbrüdern Concoria Hiddestorf zu Grabe getragen. Ob diese Familie mit dem niederländischen Zweig verwandt ist, ist nicht bekannt, ist aber wahrscheinlich.“

 

Von Hiddestorf in Niedersachsen nach Zijpe-Burgerbrug in Nord-Holland

Johann Carl Busse zieht nach den napoleonischen Kriegen um 1814 ins neue Königreich der Niederlande und lässt sich im Dorf Burf Burgerbrug in der Gemeinde Zijpe etwa 20 km von Alkmaar enfernt in der Provinz Nord-Holland nieder.
Im Familienblatt der Gemeinde Zijpe steht:
Karel Bos, alias; Johan Karel Busse; Bosse, geboren in Hiddestorf (Hannover) ca. 1794, getauft in Hiddestorf (Hannover), gestorben in Zijpe am 23. November 1865, Berufe: Hufschmied, Schmiedgehilfe, Grobschmied, Adresse Burgerbrug 23. November 1865, Sohn von Johan Coenraad Busse und Maria Kramer
Er heiratete dort 1829 Jansje bzw. Jannetje Hooft, geboren 1807 in Zijpe, Religion: evangelisch, gestorben in Zijpe 1866. Jannetje ist eine Tochter von:
Cornelis Hooft, Schoorl ca. 1767, Maler von Beruf, gestorben in Zijpe 1849, wohnte in Burgerbrug 1820. Verheiratet mit: Trijntje Duinmeijer, alias: Duijnmaaijer, geboren in Sint-Pancras ca. 1770, gestorben in Zijpe 1850, Adres Burgerbrug 17. Februar 1850. Trauzeugen bei der Trauung von Karel und Jansje: Pieter Smit, Jacob Klerk, Jan Lourensz van der Mandt, Pieter Bennemeer.

Carl arbeitete als Schmiedgehilfe, Hufschmied und Grobschmied. Der Familienname Busse wurde zum niederländischen Namen Bosse und später in den typisch holländischen Namen Bos geändert. Und Johann Carl wird zu Karel. Die Familie wohnt im Jahr 1866 (23. November), im Jahr von Karels Tod, in Burgerbrug 25.

Quelle: genea.pedete.net/zijpe/5611 en http://www.zijpermuseum.nl

Auszug aus dem Buch von Hubert van Onna “groeien uit de winst – bosal”

Info der Firma bosal von 1996

Leinenachrichten vom 31.12.2018

Das Ortsbild an der Kreuzung Ostertorstraße/Hauptstraße in Hiddestorf hat sich verändert. Ein wohl mehr als 100 Jahre altes Fachwerkhaus mit Anbauten ist abgerissen worden. Es musste einem privaten Wohnungsbau des neuen Grundstückseigentümers
weichen. Das genaue Alter des Hauses ist unbekannt. Der Hiddestorfer Hobbyhistoriker Daniel Schlößer erläutert, dass eines der bereits abgerissenen Nebengebäude früher von einer Familie Busse als Schmiede genutzt worden sei. Eine aktuelle Chronik des 1923 im  niederländischen Alkmaar gegründeten Unternehmens Bosal verweist auf ihre firmenhistorisch wohl in Hiddestorf liegenden Wurzeln.
Im Gespräch mit dieser Zeitung erinnern sich auch der Bäckermeister Friedrich Lambrecht und der Schmiedemeister Hermann Fösten (kleines Foto) an Details. So soll um 1925 der Huf- und Wagenschmied Ludwig Kramer das Grundstück und die Gebäude übernommen und als Wohnhaus und Schmiede genutzt haben. Von 1967 bis 1971 war dort ein Kunstschmiedemeister, bevor das Grundstück an den 2017 gestorbenen Fuhrunternehmer Peter Lüdtke überging. Dieser nutzte das Freigelände zum Teil als Lkw- Parkplatz. li