Landgasthaus Busse

Landgasthaus Busse im Birkenweg 1

Dieses Gasthaus blickt auf eine über 200-jährige Geschichte zurück. Es war das Vereinslokal des Männergesangvereins Concordia Hiddestorf. 1958 wurde die Fassade des Fachwerkbaus umgebaut. Von 1921 bis 1966 führte das Gasthaus Frau Auguste Busse. Man nannte sie auch liebevoll “Bussenmutter”. Viele Geschichten gibt es von “Bussenmutter” zu erzählen. Berühmt war ihr Brot mit Schinken und Spiegelei fast zum Selbstkostenpreis.

Im Januar 1977 wurde Frau Auguste Busse von den Sangesbrüdern Concordia Hiddestorf zu Grabe getragen.

Am 1. April 1966 traten Helga und Alwin Gerlach durch Übernahme der Gaststätte die Nachfolge an. Das Gasthaus erhielt eine neue Fassade und wurde durch Modernisierung an die damaligen Bedürfnisse angepasst.

Im Telefonbuch fand man im Oktober 2009 das Gasthaus unter dem Eintrag “Romberg Mathias Landgasthaus Busse Mathias Koch”.

Gaststube

Klubraum

Saalansicht

Hallo Sonntag – Artikel vom 13.09.2009 – Gasthaus Busse unter neuer Leitung

Der Abriß des Landgasthauses Busse 2015

Hallo Wochenende – Artikel vom 02.05.2015

Hannoversche Allgemeine Zeitung – Leinenachrichten vom 18.04.2015

Landgasthaus weicht für Reihenhäuser
Ehemaliges Restaurant wird abgerissen

Von Michael Krowas

HIDDESTORF. Lang, lang ist’s her:
Das Landgasthaus Busse am Birkenweg in Hiddestorf gehörte einst zu den Tradtionsgaststätten in der westlichen Region Hannover. Doch in den vergangenen Jahren stand der Betrieb als Speisewirtschaft in dem mehr als 200 Jahre alten Haus unter keinem guten Stern. Nachdem sich seit Mitte der Neunzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts einige Besitzer erfolglos in der Gastronomie versucht hatten, ist das baufällige Haus nun Vergangenheit: Bagger sind angerückt, um es abzureißen.
So richtig vermissen wird es in Hiddestorf niemand: Schließlich gibt es den letzten Betrieb, einen indischen Bringdienst, auch schon seit zwei Jahren nicht mehr. Das Haus stand leer und verfiel zusehends. Geplant sind jetzt drei Reihenhäuser auf dem Grundstück, da trotz der fehlenden Restaurants immer mehr Familien in Hiddestorf wohnen wollen.
“Es ist bedauerlich, dass es hier keine Gaststätte mehr gibtr, aber die Zeiten ändern sich eben”, sagt Bürgermeister Claus Schacht. “Und Hiddestorf hat trotzdem eine gute Infrastruktur. Der Kampfelder Hof ist einzigartig in der Region, es gibt einen Bäcker und einen Fleischer. Nicht zuletzt die Nähe zum real-Markt in Hemmingen-Westerfeld macht den Stadtteil attraktiv”.
Schwierig gestalten sich die Abrissarbeiten nicht. Es muss nur dafür Sorge getragen werden, dass die Außenwand des Nebengebäudes nicht beschädigt wird, denn der anschließende ehemalige Saal der Gaststätte bleibt bestehen. Es hat schon seit 2002 einen neuen Besitzer: Rolf Grobe hat daraus eine sehr individuelle Wohnung gemacht.

Quelle: http://www.leine-on.de/startseite/news/landgasthaus-busse-wird-dem-boden-gleich-gemacht/archiv/2015/april/16.html vom 16.04.2015

HIDDESTORF.
Das Landgasthaus Busse in Hiddestorf können sich die Bürger nun nur noch auf Fotos ansehen. Am Freitag, 10. April, wurde mit den Abrissarbeiten begonnen. Daniel Schlößer von der Kirchengemeinde gab nun Auskunft über die Geschichte, die sich hinter dem alten Gebäude versteckte.
Als letztes Gasthaus des Hemminger Ortes Hiddestorf blickt das Landgasthaus nun auf eine 200-jährige Geschichte zurück. „Genutzt wurde es unter anderem vom Männergesangsverein Concordia Hiddestorf. „Früher fanden im großen Saal auch Aufführungen statt. Das habe ich noch in meiner Kindheit erlebt“, verriet Schlößer auf L.ON-Anfrage. Die damalige Wirtin Auguste Busse war eine der drei wichtigsten Institutionen im Dorf. Nach dem Umzug der Familie Busse, übernahm die Familie Gerlach das Gasthaus. Doch die guten Zeiten waren schnell vorbei. Trotz Modernisierung wurde das Gasthaus von Pächter zu Pächter übergeben. „Als letztes hat ein indisches Restaurant einen Versuch gestartet, der jedoch missglückte. Das Haus stand bis zu seinem Abriss knapp zwei Jahre leer“, erklärte Schlößer. Grund für die abnehmende Besucherzahlen waren die Beschwerden der Anlieger.
Vor einigen Jahren erhielt Schlößer Besuch von einem Nachfahren der damals in Hiddestorf ansäßigen Familie Busse. Die Familie zog es nach Holland, wo das Unternehmen Bosal gegründet wurde. „Der Besucher war sehr erschrocken über den Zustand der alten Scheune, die ebenfalls im Besitz seiner Vorfahren waren. Wenn er noch miterleben würde, wie das Landgasthaus seiner Familie abgerissen wird, wäre er wohl mehr als enttäuscht“, äußerte sich Schlößer. Auch er selber war von den Neuigkeiten über den Abriss sehr gerührt. Wie die Bauarbeiter vor Ort mitteilten, seien die Balken des Gebäudes in einem sehr schlechten Zustand und wären ohne Abriss in sich zusammen gefallen.

cms