Im Innern der Nikolaikirche
Beschreibungen der Nikolaikirche – Quelle: Landeskirchliches Archiv Hannover
Kirchenbau
Im Kern romanischer Saalbau mit zweijochigem Schiff sowie eingezogenem Chor mit halbrunder Apsis, erbaut wohl Ende 12. Jh. Satteldächer, Apsis mit halbem Kegeldach. Chor und Apsis in Quadermauerwerk, Schiff in Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung. An der Nordseite des Schiffs großes, rechteckiges Sprossenfenster und kleines Rundbogenfenster, an der Südseite zwei rechteckige Sprossenfenster, unter dem westlichen vermauertes Rundbogenportal. Am Chor große, rechteckige Sprossenfenster nach Norden und Süden, an der Südseite eingesetzter Rosettenstein (Fünfpass). An der Apsis kleines Rundbogenfenster nach Osten. Im Innern Kreuzgratgewölbe, Apsiskalotte, runder Triumphbogen zwischen Schiff und Chor; Westempore; zwei gemalte Weihekreuze. 1933/34 Renovierung, u. a. Nord-, Süd- und Chorempore entfernt, Kanzelaltar entfernt. 1974 Renovierung, u. a. Bänke durch Stühle ersetzt. 1991 Innenrenovierung.
Fenster
Im Schiff rundbogiges Buntglasfenster nach Norden. In der Apsis figürliches Fenster (1934, wohl Friedrich Fischer, Hannover), Buntglas und Grisaille, Christi Geburt; Fenster 1974 vergrößert.
Turm
Vierseitiger Westturm, erbaut wohl Ende 12. Jh. Schiefergedeckter Helm mit vierseitigem Ansatz und hoher, achtseitiger Spitze, bekrönt mit Kugel und Wetterhahn, Auslegestuhl für Uhrschlagglocke nach Norden, Uhrerker nach Norden und Süden. Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung. Im Glockengeschoss an jeder Seite ein spitzbogiges Schallfenster. Schlitzfenster nach Westen und Süden, nach Süden zudem zwei unterschiedliche Rechteckfenster, rundbogiger Eingang nach Westen, vermauerter Rundbogeneingang nach Norden. Turmhalle mit Kreuzgratgewölbe und Rankenmalerei; rundbogiger Durchgang zum Schiff. 1891 Turmhelm erbaut (vorher Satteldach mit Treppengiebeln), Glockengeschoss verändert. 1934 Westeingang angelegt. 1974 Ausmalung in Turmhalle restauriert.
Ausstattung
Schlichter Altartisch aus drei Sandsteinblöcken (1974). – Pokalförmiger Taufstein (1650/51, Fuß und Schaft neu), sechsseitiges Becken, sechsseitiger Schaft, sechsseitiger Fuß; an den Beckenwandungen jeweils Flachrelief mit zwei kreuzförmig angeordneten Bändern mit Kreis und stilisierter Blüte in der Mitte; am Beckenrand Inschrift: „Jesus sagt Matth am XXVII Gehet hin in alle Welt vnd lehret alle Heiden vnd teuffet sie im Nahmen des Vaters, des Sohns vnd heiligen Geistes. A[nn]o Christi 1651“; Taufe laut Kirchenrechnung 1650 erworben; diente zeitweise als Wasserbehälter im Küstergarten, 1934 restauriert und wieder in der Kirche aufgestellt, 1974 erneut restauriert.28 – Niedrige Holzkanzel (1974), für den Kanzelkorb alte Bankwangen verwendet (1639 und 1934). – Außen: Grabstein für P. David Christof Heimann († 1761), seit 2005 an der Außenwand befestigt. – Außen: Fünf vermutlich mittelalterliche Kreuzsteine, 1974 vor der Kirche aufgestellt (ursprünglich wohl up dem Horne in der Gemarkung Pattensen).29 – Ehemalige Ausstattung: Bronzetaufe, 1650 verkauft an Bronzegießer Jobst Marquart (Hannover). – Schlichter, hölzerner Kanzelaltar (1722), 1934 entfernt.
Orgel
1819 Orgelneubau, Johann Dietrich Kuhlmann (Gottsbüren), wohl I/P.30 1898 Orgelneubau, ausgeführt von P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 12 II/P, pneumatische Traktur, Kegelladen (Opus 378).31 Zustand 1944: 11 II/P. Vor 1954 Änderung der Disposition, 12 II/P, pneumatische Traktur, Kegelladen.32 1978 Orgelneubau, ausgeführt von Emil Hammer (Arnum), 13 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 1769), ein weiteres Register vakant.33 1996 Orgel vervollständigt auf 14 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen, Orgelbauwerkstatt Franz Rietzsch (Hemmingen).






