{"id":2168,"date":"2020-04-21T22:10:57","date_gmt":"2020-04-21T20:10:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/?page_id=2168"},"modified":"2020-11-10T11:48:46","modified_gmt":"2020-11-10T10:48:46","slug":"die-bauern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/?page_id=2168","title":{"rendered":"Die Bauern"},"content":{"rendered":"<p><div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0 et_pb_with_background  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular section_has_divider et_pb_bottom_divider et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_with_border et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0 et_animated  et_pb_text_align_center et_pb_bg_layout_dark\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h3>Die Bauern<\/h3><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_bottom_inside_divider et-no-transition\"><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_1 et_pb_with_background  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_with_border et_d4_element et_pb_row et_pb_row_1  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_1  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_1  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><h3>Die Bauern von Hiddestorf<\/h3><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_with_border et_d4_element et_pb_row et_pb_row_2  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_2  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_2  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Hiddestorfs Bauern einst und heute<br \/> <\/strong><span style=\"font-size: small;\">Quelle: HAZ 16.08.1958, Zeichnungen von Alfred Brecht<\/span><\/p>\n<p>Das Calenberger Land zeichnet sich durch seinen fruchtbaren Boden aus. Wo noch vor 150 Jahren W\u00e4lder die Landschaft um Hiddestorf pr\u00e4gten, erstrecken sich heute ertragreiche Felder in st\u00e4ndig wechselnden Farbschattierungen bis an den Deisterrand. Schon fr\u00fch wurden diese Gebiete zum begehrten Besitz kirchlicher und weltlicher Herren. Als Papst Innocenz II im Jahr 1216 das Kloster Barsinghausen in seinen Schutz nahm und reich dotierte, best\u00e4tigte es in einer mit einer Bleibulle an gelbroten Seidenf\u00e4den versehenen Urkunde auch den Zehnten in Hesdesdorpe (Hiddestorf) und vielen anderen Orten in der Nachbarschaft. Diese regelm\u00e4\u00dfigen Abgaben sicherten den Unterhalt des Klosters. Es war die erste schriftliche Erw\u00e4hnung \u00fcber das Bauerntum in Hiddestorf.<\/p>\n<p>Im Jahr 1247 erhielt der in Wunstorf residierende Graf Rudolf von Roden als st\u00e4ndige Pfandg\u00fcter neben Vogteien, Lehnsbesitz, Z\u00f6llen und Gerichten die beiden Meierh\u00f6fe in Ronnenberg und Hiddestorf. Daf\u00fcr versicherte er, niemals den Dienst des Mindener Stifts zu verlassen. Seine Nachfolger haben dieses Gel\u00f6bnis sp\u00e4ter nicht gehalten und damit zur Vorgeschichte der Hildesheimer Stiftsfehde beigetragen, in der auch Hiddestorf schwer leiden musste.<\/p>\n<p>Um 1300 war das Landvolk in Hiddestorf noch einig und stark. Die Meierleute der Kirche und jene Bauern, die den Besitz weltlicher Herren bewirtschafteten verteidigten ihre Rechte, vertreten durch das Goding f\u00fcr den alten Go Pattensen, dessen Sprecher der gew\u00e4hlte Gogrefe war. Eghehrad Knigger war der erste Name des Gogrefen und f\u00fchrt zur\u00fcck in das Jahr 1357, als er den Verzicht des Johann Balghe zugunsten seiner Mutter Ilsalbe an dem Hofe best\u00e4tigte, auf dem Lattemann wohnte, der erste namentlich erw\u00e4hnte Bauer des Dorfes. Das Goding \u201eauf dem Horne\u201c in der Hiddestorfer Gemarkung ist noch im 16. Jahrhundert mit tatkr\u00e4ftigen M\u00e4nnern besetzt gewesen. Der Gogrefe Curt vom Horn hat nicht nur die Versammlungen abgehalten, sondern R\u00fcstungen besichtigt und Heerschau hier gehalten. Dar\u00fcber hinaus lies er auch Gr\u00e4ben und Landwehren anlegen und verst\u00e4rken. Neben dem Schutz der Einwohner hat er in vielen Eingaben mannhaft die Belange der Meier und K\u00f6tner vertreten.<\/p>\n<p>Die Calenberger Register aus den Jahren 1496\/1508 sind leider f\u00fcr die Erforschung unbrauchbar geworden, so dass erst das Kornregister von 1582 herangezogen werden kann. Dieses lie\u00df Amtmann Erich Lorleberg von Calenberg anlegen und verwalten. Es gibt Aufschluss \u00fcber die verschiedensten Abgaben und Lasten. Die D\u00f6rfer des Amtes hatten f\u00fcr die Unterhaltung der Landsknechte und Wachen feste S\u00e4tze als \u201eWachtgeld\u201c aufzubringen, ebenso Dienstgeld. Diese betrugen f\u00fcr jede Hufe einen Gulden und f\u00fcr jeden Morgen dar\u00fcber einen Mariengroschen. An Michels Landschatz zahlte Hiddestorf 64 Reichstaler (Rthl.), 1,5 Groschen, Ohlendorf 24 Reichstaler und 8 Groschen.<\/p>\n<p>Der Amtmann nahm am 07.09.1583 in \u201eKegkenwart Curten vom Horn, des Gogrefen zu Hiddestorf und Jobst Stucken, Hachmeisters zu Langenhagen\u201c die Z\u00f6lle aus und \u201ebefand\u201c 95,5 Reichstaler und 4 Groschen.<br \/> Die Br\u00fcche f\u00fcr Vergehen verschiedenster Art wie \u201emit einer Tangenzwille um den Augken geschlagen\u201c oder \u201eihme ein Spie\u00df aufn Leibe entzwei geschlagen\u201c sind Beispiele f\u00fcr kraftvolle handgreifliche Auseinandersetzungen, aber auch f\u00fcr harte Geldbu\u00dfen.<\/p>\n<p>Das die Hiddestorfer Bauern sich den Frondiensten gern entzogen und zuweilen auch respektlos gegen die Obrigkeit auftraten, haben manche mit Strafgeldern bis zu 5 Gulden zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zu den 1584 best\u00e4tigten H\u00f6fen der neun Meierleute geh\u00f6rte bereits der Schwerdtfegerhof.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_0\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"533\" height=\"293\" src=\"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Hiddestorfs-Bauern-einst-und-heute.jpg\" alt=\"\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Hiddestorfs-Bauern-einst-und-heute.jpg 533w, https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Hiddestorfs-Bauern-einst-und-heute-480x264.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 533px, 100vw\" class=\"wp-image-2178\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_3  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Im Jahre 1652 bewirtschaftete Erich Schwerdtfeger f\u00fcr seinen Herrn Bodo von Alten-Wilkenburg diesen Besitz, der damals aus 3 Hufen (87 Morgen Acker und Wiesen) und seinen Koppeln in 5 Flurlagen, die kleinste ann\u00e4hernd 4 ha gro\u00df, bestand. Der Hofzins betrug 6 Gulden, 8 Groschen, 4 H\u00fchner und 4 Stiege (80 Eier). F\u00fcr die L\u00e4ndereien hatte Schwerdtfeger je 20 Malter, 4 Himpten Roggen und Gerste und 10 Malter Hafer aufzubringen. Dazu kam der Zehnte, der erst im vorigen Jahrhundert abgel\u00f6st wurde. <br \/>Als 1655 und 1658\/59 Hagelwetter und Misswuchs die Ernten verdarben, griff die Kirche helfend ein und lieh Gelder an einige Bauern aus, die besonders arg betroffen waren.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_with_border et_d4_element et_pb_row et_pb_row_3  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_3  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_4  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Alte Bauerngeschlechter werden wach<\/strong><br \/><span style=\"font-size: small;\">Quelle: HAZ 16.08.1958<\/span><\/p>\n<p><strong>Geschichte der Familien Prellberg und Baxmann in Hiddestorf<\/strong><\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_1\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"536\" height=\"354\" src=\"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Alte-Bauerngeschlechter-werden-wach.jpg\" alt=\"\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Alte-Bauerngeschlechter-werden-wach.jpg 536w, https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Alte-Bauerngeschlechter-werden-wach-480x317.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 536px, 100vw\" class=\"wp-image-2176\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_5  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Die Urkunden f\u00fcr Hiddestorf, die bis ins Jahr 1033 zur\u00fcckgehende Ereignisse der Ortsgeschichte festhalten, enthalten auch jenes Schriftst\u00fcck aus dem Jahre 1216, mit dem Papst Innocenz III. das Kloster Barsinghausen in seinen Schutz nahm und ihm den Zehnten von \u201eHiddestorpe\u201c best\u00e4tigte. Dieser Urkunde folgen viele vergilbte St\u00fccke \u00fcber Belehnungen an weltliche Machttr\u00e4ger durch die Kirche, sei es, um sich ihres Schutzes zu versichern oder nach ungl\u00fccklich gef\u00fchrten Kriegen geforderte G\u00fcter und Eink\u00fcnfte herauszugeben. Den Grafen von Roden-Wunstorf und ihren Vasallen war lange vor 1290 der gr\u00f6\u00dfte Einfluss im gro\u00dfen GO Engelbostel gesichert, von S\u00fcden griffen die Grafen von Hallermund nach Norden vor. Beide nahmen das Gebiet Go Pattensen in die Zange, zu der einst Hiddestorf geh\u00f6rte. Der fruchtbare Boden lockte aber auch die Welfenherz\u00f6ge, die sich erfolgreich in die Machtk\u00e4mpfe einschoben, die so zahlreich und wechselvoll gewesen sind, dass die Pflichten der von weltlichen oder kirchlichen Herrn bemeierten Bauern bald diesem, bald jenem Gebieter zu erf\u00fcllen waren. Fest standen nur die Lasten und Gef\u00e4lle der H\u00f6fe, der Zehnte obenan, in guten und ebenso in schlechten Ertragsjahren.<\/p>\n<p>Des Lehnsregister des Bischofs Gottfried von Minden aus der Zeit von 1304 \u2013 1323 macht recht anschaulich, \u00fcber welch zahlreiche Mannschaft der Bischof zwischen Deister und Leine gebieten durfte, dem F\u00fcrsten und Herren, auch die Welfenherz\u00f6ge, als Lehnsleute verpflichtet waren. Einmal taucht in den Urkunden auch Johann von Hiddestorf auf, der 1347 beurkundete, dass er ohne Erben sterben werde und sein Besitz nach dem Tode zur\u00fcckfalle. Viele klangvolle Namen, noch heute bl\u00fchende und erloschene Adelsgeschlechter, sind mit Hiddestorfs H\u00f6fen geschichtlich verbunden gewesen.<\/p>\n<p>In der \u201eBeschreibung der Ackerh\u00f6fe und der dazugeh\u00f6rigen L\u00e4nderey von D\u00f6rfern des Amts Coldingen aus dem Jahre 1652\u201c, als der gro\u00dfe Zehnte von Hiddestorf neben\u00a0 dem halben Untergericht den Freiherren Knigge-Leveste geh\u00f6rte und bei guter Ernte zehn Fuder Roggen, sechs Fuder Gerste und zwei Fuder Hafer einbrachte, wird hier als erster unter den neun Vollmeiern Tile Prellberg Nr. 1 genannt, dessen Hof Jost von Bennigsen geh\u00f6rte. Der Hofzins betrug acht H\u00fchner und acht Stiege Eier gleich 160 St\u00fcck. Als n\u00e4chster folgte ihm Hans Baxmann Nr. 2, dessen fast gleichgro\u00dfer und \u00e4hnlich hochbelasteter Hof denen von Reden geh\u00f6rte. So folgen dann als Besitzer der Vollmeier- und Halbmeierh\u00f6fe und der Kotstellen der Oberist J\u00f6st-Hilmar Knigge, J\u00fcrgen von Alten-Gro\u00dfgoltern, Bodo von Alten-Wilkenburg, Reimers Tampe-Hameln, T\u00f6nnies von Rode u.a. das Kloster Wennigsen und die Pfarren Pattensen und Hiddestorf.<\/p>\n<p>Zu diesem R\u00fcckblick verf\u00fchrte die Bank vor der Riesenlinde auf dem alten Prellberg-Hofe Nr. 1 in Hiddestorf, den unser Bild zeigt. Ruhe und Geborgensein genoss ich neben dem jetzigen Besitzer Hermann Baxmann, mich in die Vergangenheit des Ortes und des Hofes einf\u00fchrte. Die Prellbergs waren immer kinderreiche und kraftvolle Menschen gewesen und hatten dem Hof treu gedient. Der letze dieser Familie, Christoph Prellberg, der im Jahre 1847 den Zehnten von Bennigsen mit 3000 Reichsthalern abl\u00f6ste und den Hof von Lasten und Gef\u00e4llen freikaufte, hatte acht Kinder. Er \u00fcbergab den Hof seiner Tochter Marie und dem aus dem Hofe Nr. 5 stammenden Ernst Baxmann. So schloss sich der Gedankenring im Gespr\u00e4ch unter der mehr als 600 j\u00e4hrigen Linde um die Familien Prellberg und Baxmann, die bereits 1652 auf ihren H\u00f6fen im Ort wirtschafteten.<\/p>\n<p>Es muss allerdings noch gesagt werden, dass zuvor (1774) der Baxmannhof Nr. 2 den Erben f\u00fcr den Hof Nr. 5 (fr\u00fcher Schwerdtfeger-Hof) gab, der heute noch wie der Hof Nr. 2 den Baxmanns geh\u00f6rt, die nunmehr in drei bl\u00fchenden Linien vertreten sind. Im Jahre 1894, als die mit Senkblei gerichteten W\u00e4nde des m\u00e4chtigen Fachwerkhauses sich verzogen hatten und die Sandsteinstufen vor dem Eingang tief ausgetreten waren, erbauten die Eltern des jetzigen Besitzers den neuen Hof an der Verkehrsstra\u00dfe, da sie meinten, dass der alte Hof die Wechself\u00e4lle des Lebens hinter sich haben sollte. So wurde Hermann Baxmann als dritter Sohn im Neubau geboren. Seine \u00e4lteren Br\u00fcder, die ihre ersten Schritte noch im alten Hofe lernten, fielen beide im ersten Weltkrieg, so dass er von seinem geplanten Lebenswege abgezogen wurde und dem Hof, den er inzwischen seinem Sohn \u00fcbergeben konnte, als Bauer seine ganze Kraft widmen durfte.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_with_border et_d4_element et_pb_row et_pb_row_4  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_4  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_6  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Die Baxmanns in Hiddestorf<\/strong><br \/><span style=\"font-size: small;\">Quelle: HAZ 04.07.1958<\/span><\/p>\n<p>Vollmeierhof Nr. 2 in der Geschichte der Generationen<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_image et_pb_image_2\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<span class=\"et_pb_image_wrap \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"880\" height=\"526\" src=\"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Die-Baxmanns-in-Hiddestorf.jpg\" alt=\"\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Die-Baxmanns-in-Hiddestorf.jpg 880w, https:\/\/www.hiddestorf.com\/staging\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Die-Baxmanns-in-Hiddestorf-480x287.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 880px, 100vw\" class=\"wp-image-2177\" \/><\/span>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Gro\u00df und m\u00e4chtig wie das Haupthaus einer Burg erhebt sich in Hiddestorf am Ortsausgang nach Pattensen das im Bilde gezeigte Niedersachsenhaus des Vollmeierhofes Nr. 2 aus dem Anfang des vorigen Jahrhunderts mit seinen 13 Quergefachen, ein Beispiel bodenst\u00e4ndig entschieden gepr\u00e4gten Bauwillens. Viele Jahre gaben gro\u00dfe Linden vor dem hohen Giebel vor Wind, Wetter, Regen und K\u00e4lte besten Schutz und entzogen ihn der Sicht. Den Frostwintern der letzten Jahre sind sie zum Opfer gefallen und dann entfernt worden. Dagegen haben die beiden Birnb\u00e4ume vor dem Giebel, wetteifernd im Wuchs, ihre Zweigspitzen schon \u00fcber den Walm des Daches getrieben und reiche Fr\u00fcchte angesetzt. Nun spielen die Winde mit ihrem Blattwerk, und in den Fenstern der beiden Geschosse spiegelt sich ungehindert die Sonne. Von fernher gr\u00fc\u00dft das Panorama des Deisters, davor liegen die fruchtbaren \u00c4cker der Gemeinde.<\/p>\n<p>In den Calenberger Registern f\u00fcr 1496 \u2013 1508, schon von W\u00fcrmern zerfressen, teils zerrissen und im Wasser gelegen, ist die Vorgeschichte dieses Vollmeierhofes nicht zu ermitteln gewesen, doch wissen wir, dass in der Zeit, als der Pattenser Gogrefe seinen Sitz wegen der ihm durch den Burgvogt beschnittenen Rechte nach Hiddestorf verlegte und \u201eauf dem Horne\u201c die Dingst\u00e4tte war, unter dem Gofgrefen Curt vom Horne die Go\u00dflers seit 1555 auf diesem Hofe wirtschafteten. Nach Cordt Go\u00dfler wird um 1608 T\u00f6nnies Wulffes als Vollmeier des Hofes Nr. 2 gef\u00fchrt. Nach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriege, als in Hiddestorf die in Schlickum und Sarstedt einquartierten Schweden besonders grob gehaust und den Bauern das letzte Korn vom Felde geholt hatten, werden nach der \u201eBeschreibung der Ackerh\u00f6fe und der dazugeh\u00f6rigen L\u00e4nderey in den D\u00f6rfern des Amts Coldingen aus dem Jahre 1652\u201c als Vollmeier-Eheleute auf dem Hof Nr. 2 Hans Baxmann und Margarethe Deve\u00df gef\u00fchrt, der den Herren von Rehden geh\u00f6rte. Zu dem Hofe geh\u00f6rten damals 4 Hufen = 67 Morgen, die in gr\u00f6\u00dferen Koppeln an f\u00fcnf Stellen der Feldmark gelegen waren. An \u201eZins vom Zehnten\u201c musste der Hof 37 Malter Roggen, 26 Malter Gerste und 26 Malter Hafer aufbringen, au\u00dferdem mussten dem Zehntherren neben besonderen Diensten auch Fahrten nach Hameln und Hildesheim geleistet werden.<\/p>\n<p>In ununterbrochener m\u00e4nnlicher Erbfolge haben die Baxmanns diesen Vollmeierhof bis heute bewirtschaftet, ihn im Flei\u00df der Generationen bedeutend vergr\u00f6\u00dfert, ihn vom Zehnten und allen Lasten und Gef\u00e4llen im vorigen Jahrhundert befreien k\u00f6nnen und ihn seitdem als Eigenbesitz gef\u00fchrt. Der Ahnherr Hans Baxmann II, geboren 1642, holte seine Lebensgef\u00e4hrtin aus ungew\u00f6hnlicher Entfernung auf den elterlichen Hof. Vermutlich hat er Margarethe Brunotte aus Nordstemmen auf einer der Reisen mit dem Zehntherren von Rehden kennengelernt, ehe sie 1667 den Ehebund in Hiddestorf schlossen, dem vier S\u00f6hne und eine Tochter entsprossen. Dem zweiten Sohn Ernst Wilhelm \u00fcbergaben die Eheleute den Vollmeierhof, w\u00e4hrend der \u00e4lteste, Heinrich Baxmann, im Jahre 1674 auf dem w\u00fcst liegender Knausthofe gef\u00fchrt wird, der sp\u00e4ter wieder in andere H\u00e4nde \u00fcberging.<\/p>\n<p>Aus dem Stammhof Nr. 2 der Baxmanns wurde aber 1774 der Erbe des Schwerdtfegerhofes Nr. 5 gestellt, der noch heute im Besitz dieser Linie geblieben ist. Aus ihr entstammt Ernst Baxmann, der Gr\u00fcnder der dritten Linie, der im Jahre 1889 Marie Prellberg heiratete und mit ihr den alten Vollmeierhof Nr. 1 am Ausgang nach Ohlendorf annahm. Es w\u00fcrde zu weit f\u00fchren, im Rahmen dieses Berichts einen genealogischen Abriss in umfassender Form zu geben, doch sei gesagt, dass die in den Pflichten des Bauerntums aufgehenden neun Vorgenerationen dem Hof allzeit ihr Bestes gaben und im Dorfleben ein gewichtiges Wort besa\u00dfen, ehe sie, auf der gro\u00dfen Diele aufgebahrt, nach einem aufrechten Leben den letzten Weg angetreten haben.<\/p>\n<p>Hohes Alter haben wenige Baxmanns und ihre Gef\u00e4hrtinnen erreicht, wohl ein bestimmtes Zeichen ihres arbeitsreichen Lebens und Schaffens, nach deren Vorbild Heinrich Baxmann und Helene Schneider aus Pattensen, seit 1931 die Besitzer des Hofes und mit vier Kindern gesegnet, das Ahnenerbe verdienstvoll fortf\u00fchren.<\/p><\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-2168","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - 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